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Durch die napoleonischen Kriege 1806 und, besonders schlimm, 1813 nach der verlorenen Schlacht bei Leipzig verwüstet, wurde das Rittergut ruinös an den preussischen Kammerrath Christoph Wilhelm Loss verkauft, der das bis auf die Grundmauern verbrannte Gutshaus im Jahre 1818 in reinem klassizistischen Stil zweieinhalbgeschossig errichten ließ.
Nach dem frühen Tod des Erbauers und seines Erben ging das Gut an Jacoby von Wangelin, den Jahrzehntelangen Landrat des Kreises Naumburg, dessen Erben es 1904 an den leipziger Großhändler Laux veräusserten.
Gründlich modernisiert, überstand das Gebäude nach 1945 die Nutzung als Schule bis zur Aufgabe wegen Baufälligkeit im Jahre 1983.
1991 erwarb die heutige Besitzerin die Ruine von der Gemeinde und restaurierte das Baudenkmal liebevoll und sachgerecht. Die Fassadenrestaurierung erhielt den 1. Landespreis Sachsen-Anhalt 1995.
Heute bietet das Gutshaus drei gemütliche Ferienwohnungen mit herrlichem Blick ins Unstruttal, je ca. 50 qm groß mit Miniküche und Bad sowie TV.
Ausflüge in den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, in die nahen Städte Naumburg und Freyburg, zu den Burgen an Saale und Unstrut locken zu Radtouren oder Wanderungen. Im Radius von 50 km Entfernung sind Jena, Weimar, Halle, Merseburg und Leipzig mit der Bahn erreichbar.
Den Gästen des Gutshauses steht das Angebot an Ausstellungen und Konzerten sowie Lesungen im Sommerhalbjahr offen. Der Kunsthandel ist ganzjährig geöffnet mit Schwerpunkten Weimarer Malerschule und Graphik Max Klingers (1857-1920), dessen Weinberg und Grabstätte eine Viertelstunde vom Gutshaus entfernt über dem Blütengrund liegen.
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Der Haupteingang des Gutshauses
Flur in der Gästeetage |


In der Toskana des Ostens inmitten der lieblichen Weinbaugebiete Saale und Unstrut liegt Großjena, ein Ort, von dem aus die Stadt Naumburg 1028 gegründet wurde. Großjena war als Stammsitz des Gechlechtes der Ekkehardiner bedeutend, bis nach dem Tode von Ekkehard I. 1002 die Grablege in das neugegründete Georgenkloster bei der Neuen Burg Naumburg verlegt wurde.
Der Ort und die Klöster Großjenas gerieten für Jahrhunderte in Abhängigkeit vom Georgenkloster, bis im Jahre 1543 der Kurfürdt Moritz von Sachsen den sogenannten Sattelhof in ein Rittergut sächsischer Lehnsleute umwandelte.
Zum Gut gehörten fruchtbare und ausgedehnte Äcker in der Unstrutaue sowie Weinberge am Zusammenfluss von Saale und Unstrut im Blütengrund. |
Der Klinger - Weinberg |
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